{"id":14,"date":"2016-03-05T21:22:30","date_gmt":"2016-03-05T20:22:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.haustierverhaltensberatung.at\/haustierverhaltensberatung\/?page_id=14"},"modified":"2016-08-31T15:43:33","modified_gmt":"2016-08-31T13:43:33","slug":"wann-brauche-ich-eine-haustierverhaltensberatung","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.haustierverhaltensberatung.at\/haustierverhaltensberatung\/?page_id=14","title":{"rendered":"Meine Artikel f\u00fcr Pet &#038; People"},"content":{"rendered":"<p>Dies ist eine Auswahl an Artikeln die ich f\u00fcr die Haustierzeitschrift &#8222;Pet &amp; People&#8220; verfa\u00dft habe:<\/p>\n<h3><strong>&#8222;Philosophie eines Rudelf\u00fchrers&#8220;<\/strong><\/h3>\n<p>Jetzt mal ehrlich: Haben Sie schon mal einen Hund gesehen, der zu einem anderen Hund hingeht, ihm einen Befehl gibt und ihm dann ein Leckerli ins Maul schiebt?<\/p>\n<p>Also ich sicher nicht. Ich glaube auch nicht dass das Hunde untereinander so machen. Stellt sich die Frage warum machen wir es so. Nun ich nehme an, weil es in jedem Hundebuch so beschrieben steht.<\/p>\n<p>\u201eLernverhalten des Hundes: Geben Sie dem Hund einen Befehl und im gleichen Moment geben Sie dem Hund ein Leckerli in Verbindung mit Lob.\u201c Man nennt das positive Verst\u00e4rkung. Und zweifellos funktioniert das auch so.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich stellt sich aber trotzdem die Frage: Geht das nicht auch anders? W\u00e4re es nicht viel sch\u00f6ner und auch ehrlicher es auf Hundeart zu machen? Doch was ist \u201eHundeart\u201c?<\/p>\n<p>Nun dazu m\u00fcssen wir uns die Tiere ansehen wie sie miteinander umgehen: Will ein rangh\u00f6herer Hund etwas von einem anderen, so wird er ihm das k\u00f6rpersprachlich mitteilen. Reagiert der Rangniedrigere nicht auf diesen Befehl, so wird das in der Regel eine Konsequenz haben, d.h. der Rangh\u00f6here wird seine Forderung untermauern. Was er auf keinen Fall machen wird, ist seine Anspr\u00fcche immer wieder gleich zu wiederholen. Das hei\u00dft es findet eine Kommunikation auf k\u00f6rpersprachlicher Ebene statt. Der rangniedrigere Hund akzeptiert in der Regel die F\u00fchrungsrolle des anderen und wird dessen Forderung erf\u00fcllen. Und ganz wichtig: Er wird daf\u00fcr ganz sicher kein Leckerli erhalten.<\/p>\n<p>Und das Beste an dem Ganzen: Der Rangniedrigere wird damit kein Problem haben, sich seinem Rudelf\u00fchrer unterzuordnen, er wird es gerne tun, weil sein Rudelf\u00fchrer das Wichtigste f\u00fcr ihn ist und es nichts sch\u00f6neres f\u00fcr einen Hund gibt, als seinem Rudelf\u00fchrer zu gefallen.<\/p>\n<p>Warum auch, sein Rudelf\u00fchrer ist es der ihn besch\u00fctzt, der ihm Sicherheit vermittelt in neuen Situationen, der Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt und der sich um alles k\u00fcmmert was so von au\u00dfen auf das Rudel einstr\u00f6mt und ev. eine Gefahr darstellen k\u00f6nnte. Das hei\u00dft, der rangniedrigere Hund wei\u00df, dass er sich unter allen Umst\u00e4nden, egal was auch immer kommen mag, immer auf seinen Rudelf\u00fchrer verlassen kann. Und daf\u00fcr ordnet er sich gerne unter.<\/p>\n<p>Probleme wird er nur damit haben, wenn der Rudelf\u00fchrer eben nicht stark ist und keine F\u00fchrungsqualit\u00e4t ausstrahlt und seinem Rudel daher nicht die Sicherheit und Ruhe vermittelt, die es braucht. Denn dann wird der rangniedrigere Hund wohl oder \u00fcbel das selbst \u00fcbernehmen m\u00fcssen, auch wenn er das gar nicht m\u00f6chte und eig. damit \u00fcberfordert ist. Aber irgendwer muss das Rudel ja anf\u00fchren. Das ist in unseren Hunden genetisch verankert, einer muss der Anf\u00fchrer sein.<\/p>\n<p>Wie nimmt unser Hund jetzt uns als Rudelf\u00fchrer wahr, wenn wir die Durchf\u00fchrung jedes unserer Kommandos mit einem Leckerli erkaufen m\u00fcssen? Wird er uns als starken und sicheren Anf\u00fchrer wahrnehmen oder als einen wandernden Leckerliautomaten? K\u00f6nnen wir mit unseren Leckerligaben Ruhe in unseren Hund bringen oder wird ihn das immer wieder aufputschen?<\/p>\n<p>Ist es nicht ein viel sch\u00f6neres Gef\u00fchl zu wissen dass mir mein Hund gehorcht, nicht weil ich ein bestimmtes Kommando mit einem Leckerli konditioniert habe, sondern weil ich meinen Willen im jeweiligen Moment kommuniziere und zwar k\u00f6rpersprachlich. Und er es gerne tut, weil ich als Rudelf\u00fchrer der Mittelpunkt seines Universums bin?<\/p>\n<p>Grundvoraussetzung daf\u00fcr ist nat\u00fcrlich dass ich die K\u00f6rpersprache meines Hundes lesen kann und sie mir auch selbst aneigne. Dann kann ich auf h\u00fcndisch mit meinem Hund kommunizieren, also auf Hundeart. Und eines kann ich Ihnen vergewissern: Das ist die sch\u00f6nste und auch ehrlichste Art mit seinem Tier zu sprechen.<\/p>\n<p>In meinen Tiercoach Ausbildungen am bfi Wien versuche ich diese Rudelf\u00fchrerqualit\u00e4ten zu vermitteln und zu schulen.<\/p>\n<p>Pouzar Dieter<\/p>\n<p>K\u00f6rpersprachlich orientierter, ganzheitlich Tiercoach f\u00fcr Hund und Katze<\/p>\n<p>www.der-rudelfuehrer.at<\/p>\n<p>www.tiercoach.ausbildung.at<\/p>\n<p>____________________________________________________________________________________<\/p>\n<h3><strong>\u201eAusbildung f\u00fcr Hundehalter (ein Denkmodell)\u201c<\/strong><\/h3>\n<p>Ist der Hund wirklich ein so einfach gestricktes Wesen dass man kein Wissen braucht um sich einen anzuschaffen?<\/p>\n<p>Sollten wir uns als Gesellschaft nicht der Verantwortung, dem Wesen Hund gegen\u00fcber, stellen und sichergehen dass jeder der einen Hund h\u00e4lt zumindest \u00fcber grundlegende Kenntnisse verf\u00fcgt? Ist das wirklich zu viel verlangt? Und sind die Leidtragenden denn nicht unsere Hunde, die sich vor zehntausenden Jahren dem Menschen anvertraut haben und die so von uns behandelt werden?<\/p>\n<p>Was w\u00fcrde passieren wenn jeder der einen Hund hat oder sich einen Hund nehmen m\u00f6chte, einen Wissensnachweis darzubringen hat. Zum Beispiel in Form eines zweit\u00e4gigen Seminars oder \u00e4hnlichem, in dem auf die wichtigsten Grundprinzipien der Hundehaltung eingegangen wird.<\/p>\n<p>Nun ich denke die prim\u00e4re Folge w\u00e4re dass viele Menschen keinen Hund h\u00e4tten, die jetzt einen haben. F\u00fcr viele w\u00e4re die Auflage einen Wissensnachweis bringen zu m\u00fcssen einfach zu viel Aufwand.<\/p>\n<p>Das h\u00e4tte weiter zur Folge dass weniger Hunde von den Tierschutzh\u00e4usern abgegeben werden k\u00f6nnten, weil sich einfach weniger Menschen einen Hund nehmen w\u00fcrden. Aber auch dass auch die Nachfrage nach Welpen stark zur\u00fcckgehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Dies w\u00e4re zwar eine mittelfristige Zuspitzung der Situation in den Tierheimen, aber durch die geringere Nachfrage w\u00fcrde auch das Angebot (vor allem an im Ausland gez\u00fcchteten Welpen) zur\u00fcckgehen und das h\u00e4tte zur Folge dass auf l\u00e4ngere Sicht, weniger Hunde am Markt w\u00e4ren und diese haupts\u00e4chlich an verantwortungsvolle Halter abgegeben werden und daher die Zahl der Neuzug\u00e4nge ins Tierschutzheim irgendwann sinken w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Durch so einen Wissensnachweis w\u00fcrden vermutlich diejenigen abgeschreckt werden, die sich einen Hund nehmen aus einer Laune heraus oder weil eine bestimmte Rasse gerade modern ist, oder auch weil es ja soo s\u00fc\u00df ist wenn ein kleiner Westie aus der Handtasche guckt oder ein Welpe einfach ein tolles Weihnachtsgeschenk ist.<\/p>\n<p>Und das sind genau diese Tiere, bei der die Wahrscheinlichkeit am h\u00f6chsten ist dass sie im Tierschutz landen oder irgendwo ausgesetzt werden.<\/p>\n<p>Aber sicher nicht abschrecken w\u00fcrde es jene Menschen denen es wirklich ernst ist, denen es ein Herzensbed\u00fcrfnis ist dass es ihrem Hund gut geht und die bereit sind, sich \u00fcber die Bed\u00fcrfnisse ihres zuk\u00fcnftigen Tieres genau zu informieren.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft es werden auf l\u00e4ngere Sicht weniger Hunde in den Tierschutz abgegeben, weil diese Hundehalter sowohl die n\u00f6tigen Kenntnisse der Hundehaltung aufweisen und auch bereit sind etwas f\u00fcr ihren kleinen Liebling in Kauf zu nehmen. Das hei\u00dft der Bestand in den Tierheimen w\u00fcrde auf l\u00e4ngere Sicht abnehmen.Dadurch w\u00fcrde auch der illegale Welpenhandel zur\u00fcckgehen, weil sich deren Kunden ja haupts\u00e4chlich aus nur sehr oberfl\u00e4chlich informierten K\u00e4ufern zusammensetzt, die sich durch solch eine Ma\u00dfnahme in den meisten F\u00e4llen abschrecken lassen.<\/p>\n<p>Dieter Pouzar<\/p>\n<p>www.tiercoach-ausbildung.at<\/p>\n<p>www.der-rudelfuehrer.at<\/p>\n<p>__________________________________________________________________________________<\/p>\n<h3><strong>Angst bei Hunden zu Sylvester<\/strong><\/h3>\n<p>Auch heuer wird Sylvester f\u00fcr viele Hunde die schlimmste Zeit im Jahr. Das Verschie\u00dfen von Knallk\u00f6rpern, mit dem bereits einige Zeit vor dem Jahreswechsel begonnen wird, ist f\u00fcr viele Hunde ein Ausl\u00f6ser f\u00fcr Furcht, Angst und Panik. Viele Hundehalter berichten dass das Angstverhalten ihres Tieres zu Sylvester jedes Jahr schlimmer wird, obwohl es nur mit einer leichten Unruhe begonnen hat.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Hunde und ihre Halter wird das t\u00e4gliche Gassi gehen zum Spie\u00dfrutenlauf, beim dem ihr Tier sehr starkes Angstverhalten zeigt.<\/p>\n<p>Oft zeigen die Hunde auch zu Hause starkes Angstverhalten, verkriechen sich (meistens ins Bad, weil da oft keine Fenster sind) oder auch in etwas H\u00f6hlenartiges, viele sind nicht mehr ansprechbar, trauen sich nicht das Haus zu verlassen und oft verweigern sie auch das Futter.<\/p>\n<p>Was aber kann man tun um seinem Hund diese schlimme Zeit etwas zu erleichtern. Nun, es gibt eine Reihe von Ma\u00dfnahmen mit denen man seinem Tier helfen kann, es wird von Fall zu Fall verschieden sein wie sehr das eigene Tier darauf anspricht.<\/p>\n<p>Punkt 1) Gew\u00f6hnen Sie ihren Hund an die Sylvesterger\u00e4usche mittels einer Ger\u00e4usch CD. Das Problem dabei ist das das Verschie\u00dfen der Knallk\u00f6rper vom Hund auch geruchlich wahrgenommen werden kann. Trotzdem kann man dem Hund mit Hilfe der CD beibringen sich zu entspannen, sobald dieser L\u00e4rm einsetzt.<\/p>\n<p>Dazu ist es aber wichtig nicht erst ein paar Tage vor Sylvester damit zu beginnen, sondern einige Monate vorher bereits. Man beginnt dem Hund diese CD mindestens 3-4 x die Woche vorzuspielen und zwar in einer sehr geringen Lautst\u00e4rke. W\u00e4hrend die CD l\u00e4uft besch\u00e4ftigt man sich mit dem Hund intensiv, am besten mit z\u00e4rtlichen Entspannungs\u00fcbungen (vielleicht auch mit ein paar tollen Leckerchen die der Hund nur jetzt bekommt), die dem Hund ein gutes Gef\u00fchl vermitteln. So werden diese Ger\u00e4usche von der CD mit diesem guten, entspannten Gef\u00fchl verkn\u00fcpft und abgespeichert. Im weiterer Folge steigert man die Lautst\u00e4rke langsam und gew\u00f6hnt so den Hund daran.<\/p>\n<p>Punkt 2) Die eigene Ausstrahlung, ist f\u00fcr den Hund sehr wichtig. Ist man selber nerv\u00f6s und unruhig, weil man wei\u00df dass der Hund Angst haben wird, kann man kein souver\u00e4ner Rudelf\u00fchrer sein, der seinem Tier Sicherheit vermittelt. Gerade in solchen Momenten braucht der Hund seinen Menschen der ihm ein Gef\u00fchl von Sicherheit vermittelt. Und das geht am besten, wenn man nicht von der t\u00e4glichen Routine abweicht, weil auch dies dem Hund Sicherheit gibt.<\/p>\n<p>Punkt 3) Sozial Support (Soziale Unterst\u00fctzung): Dem Hund Sicherheit geben durch k\u00f6rperliche N\u00e4he und Zuwendung, sollte dies das Tier suchen. Dies senkt die Anzahl der Stresshormone, sowie Blutdruck und Herzfrequenz. Was damit NICHT gemeint ist, ist den Hund mit sanfter Gewalt aus seinem Versteck zerren nur damit man ihn streicheln kann, das ist absolut kontraproduktiv. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch, das man \u00e4ngstliches Verhalten nicht mit Leckerchen belohnen sollte, im Versuch das Tier abzulenken, das w\u00fcrde das Problemverhalten nur verst\u00e4rken, weil der Hund durch die Leckerchen eine Best\u00e4tigung f\u00fcr seine Angst erf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Punkt 4) Thundershirt: Ist eine Weste die um den Brustkorb des Hundes gelegt wird und mittels Klettverschluss befestigt wird. Das Thundershirt \u00fcbt einen leichten Druck aus, der dem Hund ein Gef\u00fchl der Geborgenheit vermittelt und dadurch bei Angstzust\u00e4nden hilft. Wichtig ist nur den Hund schon vor Sylvester daran zu gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Punkt 5) Hom\u00f6opathische Beruhigunsmittel k\u00f6nnen einen zus\u00e4tzlichen Baustein bilden, der dem Hund hilft \u00fcber diese stressreichen Tage zu kommen.<\/p>\n<p>Punkt 6) Ist der Spaziergang ein Problem wegen der Knallerei, dann sollte man in der N\u00e4he des Wohnungsausgangs eine L\u00f6sestelle etablieren, die mit dem Spaziergang nichts zu tun hat. Der Hund soll dort nur Kot und Urin absetzen, dann geht man sofort wieder ins Haus. Dann kann man den gewohnten Spaziergang mit dem Hund machen. Auch dies muss unbedingt schon im Vorfeld mit dem Hund einge\u00fcbt werden.<\/p>\n<p>Punkt 7) Man kann den Hund daran gew\u00f6hnen Ohrensch\u00fctzer oder Watteb\u00e4usche in den Ohren zu tragen, damit die L\u00e4rmbelastung zu Sylvester reduziert werden kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle die den Wunsch versp\u00fcren ein souver\u00e4ner Rudelf\u00fchrer zu werden, um seinem Hund die n\u00f6tige Sicherheit zu vermitteln, veranstalten wir regelm\u00e4\u00dfig 2-t\u00e4gige Rudelf\u00fchrerworkshops und Tiercoach-Ausbildungen in denen die Qualit\u00e4ten eines Rudelf\u00fchrers vermittelt werden.<\/p>\n<p>Dieter Pouzar<\/p>\n<p>www.tiercoach-ausbildung.at<\/p>\n<p>www.der-rudelfuehrer.at<\/p>\n<p>__________________________________________________________<\/p>\n<h3><strong>Unsauberkeit bei der Hauskatze<\/strong><\/h3>\n<p>In meiner t\u00e4glichen Arbeit als Tiercoach f\u00fcr Hund und Katze und Leiter der Ausbildung zum Tiercoach am bfi Wien ist eines der Hauptprobleme mit denen ich konfrontiert bin, die Unsauberkeit bei der Hauskatze im speziellen bei Tieren in Wohnungshaltung. Unter Unsauberkeit versteht man das unerw\u00fcnschte Absetzen von Kot und Urin au\u00dferhalb der Katzentoilette, bzw. zu diesem Thema zugeh\u00f6rig auch unerw\u00fcnschtes Markierverhalten durch Urin,- seltener auch durch Kotmarkierungen im Haus.<\/p>\n<p>Der Begriff \u201eKatze\u201c steht in nachfolgendem Artikel immer f\u00fcr den Artbegriff Katze und meint immer beide Geschlechter.<\/p>\n<p>Nun gibt es in der einschl\u00e4gigen Katzenliteratur dazu einige Tipps und Ratschl\u00e4ge wie man solchen Problemen begegnen sollte, wie z.B. die Anschaffung eines zus\u00e4tzlichen Katzenklos oder das Ausprobieren einer anderen Einstreu, usw.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist zu sagen dass die Ben\u00fctzung des Katzenklos f\u00fcr eine Katze eine ganz nat\u00fcrliche Sache ist und nicht erst gro\u00dfartig erlernt werden muss. Es gen\u00fcgt im Prinzip ein junges K\u00e4tzchen einmal hineinzusetzen und es wei\u00df dass dies die Stelle ist, an der sie ihren Kot und Urin absetzen soll. Und auch erwachsenen Katzen die neu ins Haus kommen, wissen in der Regel von Anfang an wo sie ihre Notdurft verrichten sollen. Weil auch das Verscharren der Notdurft ein angeborenes Verhalten ist und sich das im Katzenklo am besten machen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>H\u00f6rt jetzt eine Katze, von einen Tag auf den anderen, auf ihre Toilette zu benutzen, wird es nicht reichen einfach ein zweites Klo aufzustellen oder die Einstreu zu wechseln.<\/p>\n<p>All das w\u00e4re eine reine Symptombek\u00e4mpfung, es ist aber von entscheidender Bedeutung den Grund herauszufinden, warum sie auf einmal unsauber geworden ist. Das ist nicht immer ganz einfach, Katzen sind sehr ruhige Wesen und zeigen Unwohlsein und Stress nicht immer so deutlich wie es vielleicht Hunde tun w\u00fcrden. Trotzdem ist es umso wichtiger, denn nur wenn man die Ursache kennt, kann man die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Unsauberkeit aus der Welt schaffen und damit eine dauerhafte L\u00f6sung erzielen.<\/p>\n<p>Prinzipiell ist zu sagen dass Unsauberkeit in den allermeisten F\u00e4llen ein Anzeichen von Stress ist. Dieser kann begr\u00fcndet sein in der Anwesenheit einer neuen Katze, in ver\u00e4nderten Umweltbedingungen, ein neuer Mitbewohner (menschlich oder tierisch), Unvertr\u00e4glichkeit mit der anderen Katze, eine fremde Katze die regelm\u00e4\u00dfig durch die Katzenklappe hereinkommt, Schmerzen beim Urinieren oder Kotabsetzen, die Katze wurde erschreckt als sie sich gerade l\u00f6ste und bringt das mit dem Klo in Verbindung, usw.<\/p>\n<p>Es gibt also eine ganze Reihe von Gr\u00fcnden die daf\u00fcr verantwortlich sein k\u00f6nnen, dass eine Katze pl\u00f6tzlich unsauber wird, und genau da sollte man ansetzen und versuchen diese Gr\u00fcnde aus der Welt zu schaffen.<\/p>\n<p>Zuvor sollte aber unbedingt beim Tierarzt abgekl\u00e4rt werden ob das Verhalten nicht eine k\u00f6rperliche, d.h. krankheitsbedingte Ursache hat. Erkrankungen der Harnwege oder altersbedingte Blasenschw\u00e4che k\u00f6nnen z.B. auch verantwortlich f\u00fcr die pl\u00f6tzliche Unsauberkeit sein.<\/p>\n<p>Es besteht auch die M\u00f6glichkeit dass die Katze Schmerzen hatte beim Urinieren, aufgrund einer Erkrankung die dem Tierhalter gar nicht aufgefallen ist und die von selber wieder abgeheilt ist, die Katze aber eine negative Verkn\u00fcpfung erworben hat mit dem Katzenklo oder der Stelle an der das Klo steht. In diesem Fall ist es schon angeraten eine zus\u00e4tzliche Toilette an einem anderen Ort aufzustellen. Das gleiche gilt wenn die Katze vielleicht einmal durch ein unangenehmes Ger\u00e4usch auf der Toilette erschreckt wurde und dann ebenfalls eine negative Verkn\u00fcpfung entstanden ist. Die Katze verbindet dann die negative Erfahrung wie Schreck oder auch Schmerz direkt mit dem Klo oder der Stelle an der es steht und will zuk\u00fcnftigen Schrecken oder Schmerzen vermeiden indem sie einfach die Toilette meidet und sich eine andere Stelle f\u00fcr das L\u00f6sen sucht.<\/p>\n<p>Hat man dann herausgefunden was die Ursache ist, oder hat zumindest wahrscheinliche Gr\u00fcnde, denn immer kann man sich nat\u00fcrlich nicht sicher sein, dann kann man gezielt die Ver\u00e4nderung dieser Umst\u00e4nde in Angriff nehmen.<\/p>\n<p>Prinzipiell ist auch noch zu sagen, dass es ganz wichtig ist herauszufinden ob es sich um klassische Unsauberkeit handelt oder um Markierverhalten. Bei letzterem wird die Katze ihr Klo weiterhin ben\u00fctzen und nur hin und wieder spezielle Stellen im Haus markieren. In der Regel sind dies eher markante Orte wie Kanten von M\u00f6belst\u00fccken, exponierte Stellen an der Wand, usw. Der Unterschied zur Unsauberkeit ist zum einen die K\u00f6rperhaltung des Tieres: beim Markieren steht die Katze, versucht sich so gro\u00df wie m\u00f6glich zu machen um die Markierungsmarke so hoch wie m\u00f6glich zu setzen (man will ja Eindruck schinden, beim Leser dieser Marke), der Schwanz steht steil nach oben und vibriert. Zum anderen ist die Ursache f\u00fcr Markierverhalten nat\u00fcrlich eine ganz andere und geh\u00f6rt deswegen nat\u00fcrlich anders behandelt.<\/p>\n<p>Und eines noch zum Markierverhalten, es k\u00f6nnen sowohl weibliche als auch m\u00e4nnliche Tiere markieren, genauso kastrierte wie unkastrierte. Bei unkastrierten ist die Wahrscheinlichkeit das das Verhalten auftritt aber ungleich h\u00f6her als bei unkastrierten.<\/p>\n<p>Sollten nun die Ursachen abgekl\u00e4rt und behoben sein, muss man die Katze vielleicht etwas unterst\u00fctzen um sie wieder an ihr altes Klo gew\u00f6hnen. Katzen sind Gewohnheitstiere und haben sie sich einmal angew\u00f6hnt sich an anderen Stellen oder anderen Oberfl\u00e4chen zu l\u00f6sen, kann es sein dass man sie wieder umgew\u00f6hnen muss. Dazu kann man bestimmte Stellen mit einem anderen Material abdecken um eine andere Oberfl\u00e4chenstruktur zu schaffen (z.b. mit Plastik- oder Alufolie, usw.) oder man stellt ein zus\u00e4tzliches Klo auf die bevorzugte Stelle und versucht dann den urspr\u00fcnglichen Zustand wieder herzustellen indem man das Klo wieder an seine vorherige Stelle zur\u00fcckr\u00fcckt, bzw. die Folie St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck kleiner macht. Dies sollte aber nur in sehr kleinen Schritten erfolgen um das Tier nicht zu \u00fcberfordern.<\/p>\n<p>Sie sehen also dass es eine Reihe von M\u00f6glichkeiten gibt mit unsauberen Katzen zu arbeiten, auch wenn es in diesem Text nicht m\u00f6glich ist alle aufzuf\u00fchren. Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich nochmals darauf hinweisen, dass es, bei allen Verhaltensproblemen mit unseren Haustieren Hund und Katze, f\u00fcr eine erfolgreiche Problembehandlung immer notwendig ist die eigentlichen Ursachen zu erkennen und sich nicht nur auf die Symptombek\u00e4mpfung zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Pouzar Dieter<\/p>\n<p>K\u00f6rpersprachlich orientierter, ganzheitlicher Tiercoach<\/p>\n<p>www.tiercoach-ausbildung.at<\/p>\n<p>www.der-rudelfuehrer.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies ist eine Auswahl an Artikeln die ich f\u00fcr die Haustierzeitschrift &#8222;Pet &amp; People&#8220; verfa\u00dft habe: &#8222;Philosophie eines Rudelf\u00fchrers&#8220; Jetzt mal ehrlich: Haben Sie schon mal einen Hund gesehen, der zu einem anderen Hund hingeht, ihm einen Befehl gibt und ihm dann ein Leckerli ins Maul schiebt? Also ich sicher nicht. 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