Rudelführerphilosophie

Die Rudelführerphilosophie

Die Rudelführerphilosophie versucht einen neuen, artgerechteren und natürlicheren Umgang im Zusammenleben mit unseren Hunden und ihrer Erziehung zu vermitteln.

Die Basis dafür bildet die Kenntnis darüber, wie Hunde untereinander kommunizieren, das kann so falsch ja nicht sein, denn der Hund ist ein hochsoziales Tier mit einer sehr komplexen Kommunikation.

Dazu ist es jedoch notwendig die Arbeitsweisen und Inhalte, wie sie in den meisten Hundeschulen gelehrt werden, kritisch zu hinterfragen.

Ist es wirklich notwendig dem Hund für alles und jedes ein Leckerchen reinzuschieben? Ist das natürlich, hat das was mit Kommunikation zu tun, so wie auch Hunde miteinander sprechen? Wohl kaum.

Für unsere Arbeit ist es vielmehr interessant zu wissen, wie schaut natürliches Hundeverhalten eigentlich aus, was ist normales Hundeverhalten und was nicht.

Nun, ein wesentlicher Bestandteil natürlichen Hundeverhaltens ist, das Hunde Ausgeglichenheit und Entspanntheit suchen und übersteigertes und übererregtes Verhalten meiden. Doch das ist genau das, was wir Menschen durch die Unkenntnis der Kommunikationsarten des Hundes oft einbringen, und zwar durch die Gabe von Leckerlies, d.h. durch die Schaffung einer Ressource, dann durch unser ständiges Geplapper mit dem Hund, oft auch noch in der irrigen Annahme, dass der Hund dies alles versteht und natürlich auch noch durch unsere falsch gesetzten Blickkontakte, aus Unkenntnis darüber was ein Blick für einen Hund eigentlich bedeutet.

Was wir versuchen in unserer Arbeit, ist dem Hundehalter bewusst zu machen wie natürliches Verhalten aussieht, wie man sich die Kommunikationsweisen des Hundes aneignen kann und dadurch die Kommunikation mit dem Tier auf eine höhere und klarere Stufe stellt, bei der der Hundehalter genau weiß worauf es ankommt wenn man mit einem Hund kommuniziert und der Hund auf Hundeart antwortet, weil er es genau versteht, wenn wir in seiner arteigenen Sprache zu ihm sprechen, also auf hündisch.

Es ist also notwendig dass wir als Hundehalter bereit sind zu lernen und beginnen selbst an uns zu arbeiten, auch an unserer Ausstrahlung und an der Klarheit in unserer Kommunikation und beginnen das Erlernte im Umgang mit unserem Tier umzusetzen, dann wird uns unser Hund schlagartig besser verstehen, die Qualität in unserer Kommunikation wird sich wesentlich verbessern und eine neue Dimension annehmen, die das Verständnis zwischen Hund und Halter auf eine neue Stufe stellen wird.

Dazu ist es allerdings nicht nötig jahrelang zu trainieren, sondern einfach sich darauf einzulassen, die Bereitschaft zu haben etwas an sich zu arbeiten um sich die nötigen Rudelführerqualitäten und die Kenntnisse über die Körpersprache bzw. die natürlichen Kommunikationsformen der Tiere anzueignen, um dem Hund damit klare Regeln und Grenzen zu zeigen, ihm aber auch dadurch die nötige Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln, was ihm mit Sicherheit ein entspannteres und stressfreieres Leben in unserer modernen Welt ermöglicht.

Was sind das nun für Qualitäten die einen guten Rudelführer ausmachen?                           

Vor allem ist es seine Ausstrahlung und innere Haltung die von vornherein keinerlei Zweifel an seiner Führungskompetenz aufkommen lässt und die man sehr wohl auch trainieren kann, wenn man bereit ist auch selbst an sich zu arbeiten.

Dann die Klarheit in der Kommunikation, die Missverständnissen vorbeugt, aber auch aussagt dass man bereit ist das durchzusetzen was gerade vom Hund verlangt wird.

Dann natürlich die Kenntnisse über die Körpersprache und Kommunikations- weisen seines Hundes und das Interesse daran sich diese körpersprachlichen Signale seines Tieres auch selbst anzueignen, um von seinem Tier besser verstanden zu werden, bzw. mit diesen Ausdrucksformen gezielt zu kommunizieren, z.B. zu wissen was es für meinen Hund bedeutet wenn ich ihm direkt in die Augen schaue

Und dann ist es einem Rudelführer auch klar wie wichtig es für den Hund ist, ihm auch klare Regeln und Grenzen zu setzen, weil das für einen Hund ganz natürlich ist und für ihn bedeutet einen Rudelführer zu haben, der die Verantwortung für das Rudel übernimmt, und dadurch die nötige Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

Dies zu vermitteln sehen wir als unsere Aufgabe, daher haben wir versucht verschiedene Ausbildungen und Lehrgänge zu schaffen, um es interessierten Hundehaltern zu ermöglichen sich diese Inhalte in verschiedenen Intensitäten anzueignen, im Interesse unserer Hunde, die das Recht darauf haben dass wir alles tun um sie besser zu verstehen.

Dieter Pouzar

Körpersprachlich orientierter, ganzheitlicher Tiercoach

www.tiercoach-ausbildung.at